Kursträgerbefragung 2026
Wie Integrationskursträger ihren Verwaltungsalltag erleben.
Von Mai bis August 2026 wurden deutschlandweit rund 700 Träger telefonisch kontaktiert und rund 400 Befragungen dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen: Digitalisierung ist vielerorts angekommen – doch zentrale Verwaltungsprozesse bleiben aufwendig.
Studie kostenlos herunterladen
PDF · 30 Seiten · Ausgabe 2026
Deutschlandweite telefonische Erhebung
700
Träger kontaktiert
400
Befragungen dokumentiert
Mai–August 2026
Ergebnisse
Was die Träger berichten
52,8%
bewerten den Digitalisierungsgrad ihrer Verwaltung als hoch.
34,2%
nennen die Abrechnung als besonders zeitintensiven Verwaltungsbereich.
88,4%
berichten im Zusammenhang mit der damaligen Zulassungssituation von weniger Teilnehmern bzw. geringerer Nachfrage.
Prozentangaben beziehen sich auf die jeweils auswertbaren Antworten. Bei offenen Fragen waren Mehrfachnennungen möglich.
Digitalisierungsgrad
Digitalisierung ist angekommen. Die Entlastung noch nicht überall.
91,2 % der auswertbaren Einschätzungen beschreiben den eigenen Digitalisierungsgrad als mittel oder hoch. Die entscheidende Frage verschiebt sich damit: Nicht nur ob ein Prozess digital ist, sondern wie viel Verwaltungsarbeit er tatsächlich abnimmt.
Ein digitaler Prozess ist nicht automatisch ein einfacher Prozess.
Selbsteinschätzung des Digitalisierungsgrades
Hoch
52,8 %
Mittel
38,4 %
Niedrig
8,9 %
Basis: eindeutig auswertbare Antworten
Verwaltungsalltag
Wo Verwaltung besonders viel Zeit kostet
Die Belastung konzentriert sich nicht auf einen einzelnen Prozess. Sie zieht sich von Einstufung und Anwesenheit bis zu Nachweisen und Abrechnung.
Abrechnung
34,2 %
Anwesenheit / Fehlzeiten / Signaturen
33,8 %
Einstufung / Einstufungstests
22,3 %
Anträge / Fahrtkosten / Kostenbefreiung
14,5 %
Dokumente / Ablage / Archiv / Post
13,8 %
Teilnehmeranmeldung / Aufnahme
12,6 %
BAMF-Abgleich / Übermittlung / Nachweise
12,6 %
Offene Frage; Mehrfachnennungen möglich.
Systemvergleich
Mehr Software. Höherer wahrgenommener Digitalisierungsgrad.
Träger mit zusätzlichem Verwaltungssystem schätzen ihre Organisation häufiger als hoch digitalisiert ein. Der Zusammenhang ist explorativ und erlaubt keine Aussage über Ursache und Wirkung.
Nur WebMaske
38,6 %
hoher Digitalisierungsgrad
+19,4 Prozentpunkte
Zusätzliches Verwaltungssystem
58,0 %
hoher Digitalisierungsgrad
Erhebungszeitraum 2026
Viele Träger berichten von Veränderungen im Kursbetrieb
Im Zusammenhang mit der damaligen Zulassungssituation wurden besonders häufig Veränderungen bei Nachfrage, Kursangebot und Personal genannt.
88,4 %
weniger Teilnehmer / geringere Nachfrage
78,5 %
weniger Kurse
37,7 %
Auswirkungen auf Personal / Lehrkräfte
Die Befragung dokumentiert Wahrnehmungen und Erfahrungen der Träger. Aus den Antworten allein lassen sich keine Ursache-Wirkungs-Beziehungen ableiten.
Verbesserungspotenziale
Entlastung ist mehr als eine Softwarefrage.
Bei der offenen Frage nach Verbesserungen stehen Bürokratieabbau und durchgängigere digitale Prozesse im Vordergrund.
24,9 %
Bürokratieabbau
22,7 %
Dokumente, Akten und Archive digitalisieren
16,4 %
Anwesenheit und Signaturen digitalisieren
16,0 %
BAMF-/InGe-Prozesse verbessern
15,1 %
Einstufungsprozesse verbessern
11,6 %
Schnittstellen und Datenaustausch
Weniger Bürokratie
Prozesse vereinfachen, statt bestehende Komplexität nur digital abzubilden.
Weniger doppelte Arbeit
Informationen einmal erfassen und entlang des Prozesses weiterverwenden.
Bessere Verbindungen
Schnittstellen und durchgängige Prozesse statt isolierter Einzellösungen.
Vollständiger Bericht
Kursträgerbefragung 2026
Digitalisiert, aber nicht entlastet.
Alle Ergebnisse, Vergleiche, Verbesserungsvorschläge und die vollständige Methodik in einem 30-seitigen Studienbericht.
PDF kostenlos herunterladen
20 Seiten · PDF · Ausgabe 2026
Methodik
Wie wurde die Studie durchgeführt?
700
Träger telefonisch kontaktiert
400
Befragungen dokumentiert
Mai–August
Erhebungszeitraum 2026
4 Themen
Digitalisierung, Prozesse, Zulassungssituation, Entlastung
Die Untersuchung ist explorativ-deskriptiv angelegt und erhebt keinen Anspruch auf statistische Repräsentativität für sämtliche Integrationskursträger in Deutschland.
Nicht zu jeder Frage lag in jedem Gespräch eine inhaltlich auswertbare Antwort vor. Prozentangaben beziehen sich deshalb jeweils auf die für die betreffende Frage auswertbaren Antworten. Bei offenen Fragen waren Mehrfachnennungen möglich.
Über die Studie
Eine Studie von Sprachschul-Admin
Die Kursträgerbefragung 2026 untersucht, wie Integrationskursträger ihre Verwaltungsdigitalisierung einschätzen, wo weiterhin besonders viel administrativer Aufwand entsteht und welche Veränderungen aus ihrer Sicht zu tatsächlicher Entlastung beitragen könnten.
Sprachschul-Admin ist Herausgeber der Studie. Die Untersuchung ist keine Kundenzufriedenheitsbefragung und kein Vergleich von Softwareanbietern.
Kursträgerbefragung 2026
Digitalisiert, aber nicht entlastet. Eine Studie von Sprachschul-Admin.
© Tarantech UG (haftungsbeschränkt) 2026
